Grebenroth, Wilhelm und Wilhelm Müller-Scheld:: Anna Maria - Drama


Grebenroth, Wilhelm und Wilhelm Müller-Scheld:: Anna Maria - Drama

Artikel-Nr.: 15242
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MS - Verlag, Frankfurt am Main, 1935, EA, Leinen, 86 S. S., Drama in 16 Szenen. Extrem seltener Band. Das Drama "Anna Maria" von Wilhelm Müller-Scheld erlebt seine Uraufführung am Frankfurter Schauspielhaus in Frankfurt am Main. Die Regie bei der Inszenierung des von seinem Autor unter dem Pseudonym "Wilhelm Grebenroth" veröffentlichten Werkes führt der Oberspielleiter der Oper Frankfurt Oskar Wälterlin (1895–1961), das Bühnenbild stammt von Caspar Neher (1897–1962). Die Handlung des Stückes spielt zur Inflationszeit in einem nassauischen Dorf und erzählt die Geschichte einer Sekretärin, die von ihrem Chef, dem Unternehmer Schelius missbraucht wird. Die Protagonistin nimmt sich daraufhin das Leben, weil sie sich nun ihres Verlobten, dem Studenten Heidenreich, unwürdig fühlt. Wilhelm Müller-Scheld, 1895 als vierter Sohn eines Volksschullehrers in Grebenroth (Rheingau-Taunus-Kreis) geboren, ist seit 1933 Gaupropagandaleiter und Leiter der Landesstelle Hessen-Nassau im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda sowie neben dem Chefdramaturg Friedrich Bethge (1891–1963)1 einer der Hausautoren der Städtischen Bühnen. Bekanntheit erlangte Scheld unter anderem auch als Verfasser des 1929 veröffentlichten Buches „Im Westen nichts Neues – eine Täuschung“. Darin bezeichnet er den Protagonisten aus Remarques 1928 erstmals veröffentlichtem Anti-Kriegsroman „Im Westen nicht Neues“ Paul Bäumer als „greisenhaftes Kind“ und betont, dass der „Held“ „bestimmt kein Mann“ gewesen sei. Ferner werden nach Schelds Auffassung die Antikriegs-Thesen des Buches durch "kleine, unzulängliche Leute" vertreten, was der literarischen Wirkung des Werkes zweifelhaften Charakter verleihe. Sehr guter Zustand.

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